Ein Herbstnachmittag in Pegau

Der Winter steht vor der Tür: Das Wetter wird kühler und die Tage werden kürzer. Warm eingepackt und in bester Laune trafen wir überpünktlich in der Sporthalle im beschaulichen Pegau ein. Nachdem uns im letzten Spiel endlich der erste Saisonsieg geglückt ist, wollten wir es uns nun in der Mitte der Tabelle gemütlich machen.

Der erste Satz sah dafür sehr vielversprechend aus. Draußen schien die Sonne und auch in der Halle lief es gut. Gleich zu Beginn konnten wir uns durch eine 6-Punkte Aufschlagsserie von Alina sowie durch sicheres und schnelles Spiel einen Vorsprung von 6:12 aufbauen. Dieser war auch nötig, da die Frauen vom VC 1968 Pegau I im Laufe des Satzes auf 23:23 verkürzen konnten. Dennoch sicherten wir uns den ersten Satzball und konnten diesen glücklicherweise direkt zum 23:25 Endstand durchbringen.

Motiviert durch den Gewinn des ersten Satzes, sollte auch der Folgende gut für uns enden. Der zweite Satz fing sehr ausgeglichen an, doch konnten wir uns diesmal nicht mit ein paar Punkten absetzen. Durch kollektive Unkonzentriertheit und kleine Abstimmungsprobleme fanden wir uns schließlich in einem 21:09 Rückstand wieder, welcher nur noch schwer aufzuholen war. So allmählich brach die Dämmerung herein. Dennoch taten wir, was wir konnten. So gelang es uns immerhin noch bis auf 23:16 an den Gegner ranzurücken. Jedoch mussten wir die darauffolgenden zwei Punkte sowie den Satzgewinn dem Gegner überlassen (25:16).

Nichtsdestotrotz waren wir motiviert und wollten uns die Chance auf den Sieg nicht nehmen lassen. Außerhalb unseres Spielfeldes konnte man zwar den Willen erkennen, die Umsetzung und der Spaß im Spiel blieben allerdings verborgen. Mit letzten Sonnenstrahlen des Tages ließ unsere Abwehr in weiten Teilen zu wünschen übrig, woraus ein eher hektischer Spielaufbau resultierte, der es unmöglich machte, den Gegner mit im Angriff unter Druck zu setzen.  So war es nicht verwunderlich, dass es erneut zu einem 15:07 Rückstand kam, welchen wir zwar leicht verkürzen, jedoch bis zum Schluss nicht beseitigen konnten (25:21).

Für den folgenden Satz hieß es dann, die beiden vorangegangenen Sätze zu vergessen und sich nicht von der hereinbrechenden Dunkelheit draußen mitreißen zu lassen. Im vierten Satz wollten wir noch einmal zeigen, was wir eigentlich konnten. Doch auch diesmal, kamen wir nicht richtig ins Spiel und allmählich wurde es immer finsterer auf unserer Seite des Feldes. Ab und an war es uns möglich für kleine Lichtblicke zu sorgen, die uns über ein 11:10 hinaus bis hin zu einem Punktestand von 17:15 brachten. Doch die bis dahin auftretenden lichten Momente verschwanden völlig und es wurde dunkel (25:15). 

Alles in allem haben wir das Spiel motiviert und mit vielen Spielvarianten aufgebaut, jedoch im Laufe der 92 Minuten stark nachgelassen. So konnten wir das Ziel, uns in der Tabellenmitte ein gemütliches Plätzchen einzurichten, nicht erreichen, aber die Hinrunde ist noch nicht vorüber. Hoffentlich wird beim nächsten Spiel am 19.11.2011 die Sonne wieder länger scheinen - zumindest auf unserem Feld.  


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